Stand: 15  Dezember  2006 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

Preisträger 2005

Die Preisverleihung

In einem feierlichen Festakt in der historischen Flugwerft Oberschleißheim bei München wurden zum zweiten Mal die Preisträger des Ludwig-Bölkow-Journalistenpreises für herausragende Berichterstattung im Bereich der Luft- und Raumfahrt geehrt. Die Fernsehmoderatorin Heike Götz führte durch die Veranstaltung.

In seiner Laudatio im Namen der Jury hob der Journalist und Egon-Erwin-Kisch Preisträger, Peter Sartorius, hervor: „Ein Beitrag, der den Anspruch erheben will, preiswürdig zu sein, muss mehr sein, mehr als nur das Informationsbedürfnis des Zuschauers, Zuhörers, Lesers befriedigen. Er muss fesseln, erheitern, betroffen oder nachdenklich machen. Er muss also die Sinne und den Geist anregen.“

Die Trophäen empfingen die Preisträger aus der Hand des Vorstandsvorsitzenden der EADS, Tom Enders, und der Witwe von Ludwig Bölkow, Eleonore Bölkow. Tom Enders betonte: „Wenn wir wollen, dass die Raumfahrt in Deutschland eine Chance hat, dann brauchen wir auch heute Persönlichkeiten wie Ludwig Bölkow. Und wir brauchen Journalisten, die den Menschen über die Raumfahrt erzählen. Ohne die Medien erfährt niemand etwas davon. Wir schätzen deren Arbeit und wir geben unserer Wertschätzung Ausdruck mit diesem Preis.“

Einen weiteren Höhepunkt des Abends stellte eine Talkrunde des Fernsehmoderators Christoph Deumling mit dem Wissenschaftsastronauten Dr. Ulrich Walter dar, in dessen Mittelpunkt die Vermittlung von Themen der Luft- und Raumfahrt an ein breites Publikum stand.

Die Festschrift zur Preisverleihung 2005 können Sie gerne anfordern - bitte senden Sie eine Email an gregor.kursell@eads.net oder senden Sie ein Fax mit Ihrer Anschrift an die Fax-Nummer (089) 607-34243.

Preisträger Print

Der erste Preis in der Kategorie Print ging an den Beitrag „Fertig für den Himmel“ von Karin Steinberger, veröffentlicht in der Süddeutschen Zeitung.

Zu Karin Steinbergers Beitrag zum Erstflug des Airbus A380 befand die Jury: „Es gelingt der Autorin durch fundierte Recherche, die sie durch ganz Europa führte, die Kunst der Reportage auch in winzigen Details einzufangen. Sie versteht es, das komplexe Thema eines technischen Wunderwerks in eine Sprache zu übersetzen, die jeder versteht. Sie macht die Menschen, die hinter der Technik stecken, sichtbar und weckt Gefühle, die auch denjenigen Leser packen, der sich für Technik eigentlich nicht interessiert“.

Mit freundlicher Genehmigung der Süddeutsche Zeitung und der DIZ München GmbH.

Preisträger Hörfunk

Der Radio-Beitrag „Rettung wäre möglich gewesen: Warum die Columbia-Besatzung sterben musste“ von Ulrich Thimm, gesendet in der Reihe „Wissenswert“ des Hessischen Rundfunks, erhielt den ersten Preis in der Kategorie Hörfunk.

Eine packende Analyse zu den Ursachen, die zum Absturz der Raumfähre Columbia führte, bietet Ulrich Thimm in seinem Beitrag. Beginnend mit den letzten Minuten der Astronauten zeigt der Autor durch glänzende Recherche und passende Interviewpartner, dass Hochtechnologie-Projekte an eher einfachen Details scheitern können, die nicht im Fokus der Aufmerksamkeit stehen.

Ulrich Thimm: "Rettung wäre möglich gewesen: Warum die Columbia-Besatzung sterben musste“

11 min.  41 sec.

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Preisträger Fernsehen

In der Kategorie Fernsehen gewann der Beitrag „Quarks & Co – Weltraum-Abenteuer“ unter Redaktion von Wolfgang Lemme und seinem Autorenteam, ausgestrahlt im Westdeutschen Rundfunk, den ersten Preis.

Die Möglichkeiten und die Faszination des Mediums Fernsehen schöpft das Autorenteam des WDR, Tristan Chytroschek, Heinz Greuling, Jenni Rieger, Silvio Wenzel und Tilman Wolff unter der Redaktion von Wolfgang Lemme, mit seinem Special „Quarks & Co – Weltraum-Abenteuer“ aus. Mit Moderator Ranga Yogeshwar machen sich die Journalisten auf die Suche nach Weltraum-Abenteuern und präsentieren überraschende Themen und originelle Interviewpartner in einer gelungenen Teamleistung.

Rangas Fahrt zum Mond

6 min.  30 sec.

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3 min.  47 sec.

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5 min.  35 sec.

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Sonderpreise

Einen Sonderpreis vergab die Jury an Karl-Heinz Dix, der mit einer 28-seitigen Serie zum Thema „50 Jahre Lufthansa“ in der tz die Entwicklung des Unternehmens seit dem Zweiten Weltkrieg anhand von Zahlen, Fakten und zahlreichen Zeitzeugen nachzeichnet und auch die moderne Lufthansa und ihre Abläufe portraitiert. Der Sonderpreis wird für die – für eine Boulevardzeitung ungewöhnliche – Leistung verliehen, in Zeiten immer kürzerer Berichterstattung derart intensiv über ein Thema zu berichten und damit einem großen Publikum ein Kapitel der Zeitgeschichte aufzublättern.