"Die Grenzen der Technik des Flugzeugbaus liegen nicht in der Technik selbst, sondern in ihrer Anwendung durch den Menschen. Der Mensch hat die Verantwortung für das, was noch getan werden darf und das, was noch getan werden muss“
Der 1912 in Schwerin geborene Luftfahrtpionier und Unternehmer Ludwig Bölkow hat Zeit seines Lebens bedeutende Beiträge in der Entwicklung Deutschlands zum international gefragten Standort der Luft- und Raumfahrt gesetzt. Ludwig Bölkow starb am 25. Juli 2003 im Alter von 91 Jahren. Seine Leitideen sollen sich auch in den eingereichten Arbeiten in der einen oder anderen Weise wiederfinden:
Zu Ludwig Bölkows herausragenden Entwicklungen gehören unter anderem die gelenklose Rotoraufhängung für Hubschrauber, Steuerungs- und Lagerregelungstechnologie für Satelliten sowie Kleintriebwerke für die Raumfahrt. Technologien, die die Luft- und Raumfahrt revolutioniert haben.
Ludwig Bölkow sah viele Entwicklungen voraus und regte einige selbst mit an. So ist er einer der Väter von Airbus. Bereits 1966 gründete er das deutsche „Studienbüro Airbus“. Heute ist Airbus Markführer bei Passagierflugzeugen.
Förderung der Kreativität der Mitarbeiter
Seine Fähigkeit, Menschen zu führen, zu begeistern und ihnen zu helfen, ihre Ideen zu realisieren, machten ihn zu einem verehrten Mentor mehrer Generationen von Ingenieuren.
Soziale Verantwortung des Unternehmers für die Mitarbeiter
Ludwig Bölkow mit ehemaligen Mitarbeitern bei einer Ehrung 1997
Als Unternehmer führte Ludwig Bölkow in den 60er Jahren damals revolutionäre Sozialleistungen wie Firmenrente oder Gleitzeit ein.
Umweltschutz
Schon früh beschäftigte sich Ludwig Bölkow mit Fragen des Umweltschutzes. Nach seinem Ausscheiden aus der Geschäftsführung arbeitete er an Solar- und Wasserstoffenergie, der Verkehrstechnik und anderer umweltfreundlicher Technologien.
Verantwortung des Ingenieurs vor der Gesellschaft
Stets suchte er das Gespräch mit gesellschaftlichen Gruppen außerhalb der Luft- und Raumfahrtindustrie.
Internationale Kooperation
Ludwig Bölkow war überzeugt, dass die europäische Luft- und Raumfahrtindustrie nur gemeinschaftlich erfolgreich sein kann und legte auch den Grundstein für die Zusammenarbeit. Bereits 1957 knüpfte er Kontakte mit der französischen Nord Aviation, der späteren Aerospatiale. Weitere Kooperationen mit britischen, italienischen, amerikanischen, spanischen, niederländischen und japanischen Firmen folgten.
Denken über Fachgrenzen hinweg
Ludwig Bölkow legte großen Wert auf Weiterbildung der Mitarbeiter. Es ist kein Zufall, dass sich das Bildungsprogramm der Bölkow GmbH in den sechziger Jahren neben den üblichen Fachseminaren auch Themen wie “Technik als Herausforderung der Philosophie“ oder „Physik - Philosophie - Politik- Religion: Zersplitterung oder Entgrenzung?“ finden.
Natürlich kann kaum ein journalistischer Beitrag alle diese Ideen beinhalten. Es fließt jedoch mit in die Bewertung der Texte ein, inwieweit es dem Autor gelungen ist, einen oder mehrere dieser übergreifenden Themen in den Beitrag einzuarbeiten.
Ludwig Bölkow
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